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Napoleonsturm

Der Napoleonsturm ist das Wahrzeichen unseres Ortes. Er wurde im Auftrag von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von seinem Baumeister Carlo Ignazio Pozzi auf einem künstlichen Hügel aus Feldsteinen errichtet und sollte ver- mutlich als Grabmal für den Fürsten dienen. Vorbild war der antike „Turm der Winde“ in Athen. Er wurde als „Turm der acht Winde“ eingeweiht. Im Volksmund erhielt das Bauwerk den Namen Napoleonsturm, weil der Herrscher auf Bitten des Fürstes dem Land beim Durchzug seiner Truppen Schonung gewährte.

 

Später verlor der Fürst das Interesse am Turm, da sich seine Nähe zum Scholitzer See als stark hochwassergefährdet erwies. Im Jahr 1935 wurde der verstorbene Gauleiter von Magdeburg-Anhalt, Friedrich Wilhelm Loeper im Turm aufgebahrt. Nach 1945 wurde Loeper auf dem Mildenseer Friedhof beigesetzt. Die russischen Besatzungsmächte ließen nach Kriegsende Radios von den Mildenseer abliefern und lagerten sie im Turm. Später gaben sie die meisten wieder heraus.

 

Zu DDR-Zeiten wurde der Turm als Lager für Sandsäcke und Äpfel genutzt. Zum Bauernmarkt diente der untere Raum erstmals als Weinstube. Diese Tradition bewahren sich die Mildenseer bis heute. Während des ersten Jahrhundert- Hochwassers 2002 wurde der Turm durch Überflutung des Untergeschosses schwer beschädigt. Die Sanierung wurde 2005 abgeschlossen. Gleichzeitig konnte der Turm der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz vom Mildenseer Heimatfreunde e.V. gepachtet werden. Diese nutzen das Obergeschoß regelmäßig für Sonderausstellungen mit heimatkundlichen Bezügen anläßlich des Mildenseer Bauernmarktes und Nordmannfestes.

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